Zuerst: Liegt es überhaupt an der Seite?
- Ruf die Seite über Mobilfunk auf, nicht über dein WLAN. Geht sie dort, liegt es an deinem Anschluss oder deinem Zwischenspeicher — dann ist deine Seite für alle anderen ganz normal erreichbar. Leere in diesem Fall den Cache deines Browsers und probiere ein privates Fenster.
- Ist nur das Backend weiß oder auch die Seite? Prüfe
beides getrennt: einmal die Startseite, einmal den Login unter
/wp-admin. Ist nur der Adminbereich weiß und die Website läuft normal, steckt der Fehler in einem Plugin, das ausschließlich im Backend lädt. Ist es umgekehrt, sind das Theme oder ein Frontend-Plugin verdächtig — dann kommst du wenigstens noch von innen an die Reparatur. Ist beides weiß, betrifft der Fehler die WordPress-Installation selbst. - Was war zuletzt? Ein Update, ein neues Plugin, eine Änderung am Theme? In den allermeisten Fällen ist genau das die Ursache — und das rückgängig zu machen, ist der schnellste Weg zurück.
- Läuft die Domain noch? Kommt statt deiner Seite eine Parkseite des Anbieters oder eine Fehlermeldung zur Adresse, ist womöglich die Registrierung ausgelaufen. Das steht in den Mails deines Anbieters — auch im Spam-Ordner nachsehen.
- Schau ins Kundenmenü deines Hosters. Manche schalten Seiten ab, wenn eine Rechnung offen ist oder der Server überlastet wurde. Steht dort ein Hinweis, kennst du die Ursache schon.
Was du nicht tun solltest: wahllos Plugins löschen oder Dateien per FTP überschreiben. Damit wird aus einem kleinen Problem oft ein großes.
Was der White Screen of Death eigentlich ist
Eine weiße Seite bedeutet: PHP ist mitten in der Ausführung abgebrochen und hat nichts ausgeliefert — kein HTML, keine Fehlermeldung. Dass du keinen Hinweis siehst, ist dabei kein Zufall, sondern eine Sicherheitseinstellung. Auf produktiven Servern werden Fehler bewusst nicht angezeigt, damit Angreifer keine Pfade und Versionsnummern ablesen können.
Für die Fehlersuche heißt das: Der erste Schritt ist, die Fehlermeldung überhaupt sichtbar zu machen.
Danach ist die Ursache meist in Minuten gefunden. Die drei häufigsten sind:
- ein fehlerhaftes Plugin
- ein unverträgliches Theme
- ein erschöpftes PHP-Speicherlimit
Manchmal ist auch nur das Backend betroffen und die Seite selbst läuft weiter — oder umgekehrt. Welche der beiden Seiten weiß bleibt, ist bereits ein Hinweis: Ein weißes Backend bei laufender Website deutet fast immer auf ein Plugin oder Theme hin.
Weiße Seite beheben: die Schritte der Reihe nach
- Fehlermeldung anzeigen lassen. In der Datei
wp-config.phplässt sich der Debug-Modus einschalten (WP_DEBUGauftrue). Statt der weißen Seite steht dann dort, welche Datei und welche Zeile den Abbruch verursacht — in aller Regel mit dem Namen des schuldigen Plugins. Wichtig: nach der Fehlersuche wieder ausschalten. - Alle Plugins deaktivieren. Kommst du noch ins
Backend, geht das dort in einem Rutsch. Kommst du nicht mehr hinein,
benenne per FTP oder im Dateimanager deines Hosters den Ordner
wp-content/pluginsinplugins-altum. WordPress schaltet dann alle Plugins ab. Ist die Seite danach wieder da, war es eines davon. - Den Schuldigen einkreisen. Benenne den Ordner zurück und aktiviere die Plugins einzeln wieder — nach jedem die Seite neu laden. Das dauert ein paar Minuten, liefert aber ein eindeutiges Ergebnis.
- Auf ein Standard-Theme wechseln. Bringt die
Plugin-Runde nichts, ist das Theme verdächtig. Benenne im Ordner
wp-content/themesdas aktive Theme um; WordPress fällt dann auf ein Standard-Theme wie Twenty Twenty-Four zurück. Läuft die Seite plötzlich wieder, liegt es am Theme oder an dessen Child-Theme. - PHP-Speicherlimit erhöhen. Bei umfangreichen Seiten
reicht der zugeteilte Speicher manchmal nicht. Über
WP_MEMORY_LIMITin derwp-config.phpoder eine Einstellung beim Hoster lässt sich das anheben. Typisch sind 256 MB. - Cache leeren. Caching-Plugins und der Cache des Hosters liefern gern noch die kaputte Fassung aus, wenn die Ursache längst behoben ist. Beides leeren, bevor du weitersuchst.
Bleibt die Seite nach all dem weiß, sitzt der Fehler tiefer:
- eine beschädigte Datei im WordPress-Kern
- ein Problem in der Datenbank
- ein fehlgeschlagenes Update mitten im Schreibvorgang
- eine PHP-Version, die der Hoster umgestellt hat
Spätestens hier lohnt es sich, jemanden draufschauen zu lassen, statt weiter auf gut Glück Dateien zu ersetzen.
Was ich dann mache
- Ursache eingrenzen. Serverprotokolle, Fehlermeldungen im Detail statt der weißen Seite, letzte Änderungen. Danach weiß ich, woran es liegt — und sage dir, was es kostet.
- Seite wieder erreichbar machen. Erst zurück in einen laufenden Zustand — alles Weitere danach. Für dich zählt, dass deine Kunden dich wieder finden.
- Die eigentliche Ursache beheben. Ein deaktiviertes Plugin ist keine Lösung, sondern ein Notverband. Ich sorge dafür, dass die Funktion zurückkommt.
- Sagen, wie du es beim nächsten Mal vermeidest. Kostet mich fünf Minuten und dir womöglich den nächsten Ausfall.
Was das kostet
- Erste Einschätzung — kostenlos
- Ich sehe mir an, was von außen sichtbar ist, und sage dir, was es vermutlich ist. Wenn du es selbst beheben kannst, sage ich dir das auch — das kostet mich fünf Minuten und dir nichts.
- Soforthilfe — 290 € netto
- Festpreis. Damit sind die allermeisten Ausfälle vollständig erledigt, samt Ursache — nicht nur notdürftig überklebt.
- Wenn es tiefer sitzt — Festpreis nach Absprache
- Kommt vor, ist aber die Ausnahme. Dann nenne ich dir einen Festpreis, bevor ich weitermache — du entscheidest in Ruhe. Ich rechne grundsätzlich nicht nach Stunden ab.
Warum ich
Ich bin Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und baue seit Jahren WordPress-Seiten — für Handwerksbetriebe, Praxen und Kanzleien im Raum Bonn und deutschlandweit. Du schreibst mir, und ich antworte dir. Kein Ticketsystem, keine Warteschleife.
Ich nehme nur an, was ich auch zuverlässig zu Ende bringe. Und wenn sich herausstellt, dass es am Hoster liegt und ich nichts tun kann, sage ich das — statt dir etwas in Rechnung zu stellen.
Häufige Fragen zur weißen Seite
Sind meine Inhalte weg?
So gut wie nie. Beiträge, Seiten und Bilder liegen in der Datenbank und im Ordner wp-content — beides bleibt unberührt, wenn PHP nur beim Ausliefern abbricht. Die weiße Seite ist ein Anzeigeproblem, kein Datenverlust.
Warum kam es nach einem Update?
Weil Plugins, Theme und WordPress-Kern zusammenpassen müssen. Wird eines davon aktualisiert, kann eine Funktion wegfallen, auf die ein anderes noch zugreift — dann bricht PHP ab. Genau deshalb gehört vor jedes Update ein Backup, mit dem sich der Stand von vorher in Minuten wiederherstellen lässt.
Kann ich einfach ein Backup einspielen?
Bei einer weißen Seite nach einem Update: ja, das ist oft der schnellste Weg. Anders liegt der Fall, wenn der Verdacht auf einen Einbruch besteht — dann bringt das Backup die Lücke zurück. Zeigt deine Seite fremde Inhalte oder leitet sie Besucher weiter, ist das kein Anzeigefehler, sondern ein Sicherheitsvorfall.
Wie lange dauert die Behebung?
Ein Konflikt bei Plugins oder Themes ist meist innerhalb einer Stunde erledigt. Sitzt der Fehler in der Datenbank oder in Kerndateien, kann es länger dauern — das sage ich dir aber nach der Einschätzung und nicht erst hinterher.